Natur, Klima, Littering


Ich habe einen Traum – Nein zur 2. Gotthard-Röhre
dass die Menschen dieses Landes sich und ihre Umwelt wieder wahrnehmen, achten und lieben,
dass die Menschen dieses Landes verzichten lernen, um ihrer Lebensgrundlage, der Natur, – und damit ihrer Zukunft – noch eine Chance zu geben,
dass sich die Menschen dieses Landes erheben für die Natur und gegen das naturfressende Monster Mobilität um jeden Preis,
dass der naturverbundene Mensch gegenüber den Konsumzombies die Oberhand gewinnt,
dass die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes am 28. Februar 2016 Nein sagen zur 2. Gotthardröhre.
Ich habe heute einen Traum!
Der Bund, 23. Januar 2016



Unglaubwürdig und überflüssig
Indem die Grüne Partei jeden Zusammenhang zwischen Zuwanderung und Umweltbelastung in Abrede stellt, Begrenzungen bei ersterer kategorisch ablehnt und sich damit für grenzenloses Wachstum, für die rücksichtslose Zubetonierung und Verdichtung der Schweiz eingesetzt haben und weiter einsetzen, haben sie sich von einem Anwalt für die Natur zu einer Helfershelferin der globalen Wirtschaft gemacht. Auch für die Grüne Partei ist grenzenloses Wachstum zu einem nicht hinterfragbaren Dogma geworden. MEHR, MEHR, MEHR ist ihre Devise und so setzen sie sich für E-Bikes und E-Autos ein, anstatt das Wort WENIGER bzw. VERZICHT auf ihre Fahne zu schreiben. Es ist höchste Zeit für eine kompromisslose Umweltpartei, welche sich die fünf R auf die Fahne schreibt: refuse, reduce, reuse, recycle, rot. Zu Deutsch: verweigern, reduzieren, wiederverwenden, wiederaufbereiten, kompostieren; die auf Qualität setzt anstatt auf Quantität, die die Geiz-ist-Geil-Gesellschaft ablehnt und nachhaltige Preise befürwortet. Es gibt keine umweltfreundlichen Energien, nur weniger umweltschädliche. Nur weniger konsumieren schädigt die Umwelt nicht zusätzlich.
Berner Zeitung, 23. Oktober 2015



Geplante Berner Abfallgebühr ist kontraproduktiv und tritt das Verursacherprinzip mit Füssen
7 Tonnen Abfall jedes Wochenende, jeweils 20 Tonnen Abfall an der „Tanz dich frei“-Veranstaltungen in Bern, (Abfall von Produkten, die notabene zum grossen Teil oft nicht in der Stadt Bern selber eingekauft worden sind sondern nach Bern mitgenommen wurden) und der Berner Gemeinderat weiss nichts Besseres als die Kosten der entsprechenden Aufräumaktionen den Berner KMU aufzubürden. Das darf doch nicht wahr sein! Das ist nicht einmal Symptombekämpfung, das ist lediglich Kostenabwälzung zulasten der kleinen Unternehmen und zugunsten rücksichtsloser Konsumenten. Wiederum werden die Täter (d.h. die Litterer) geschont und in ihrem verantwortungslosen Tun bestärkt.
Es muss wieder eine Norm des Nicht-Litterns auch bei den jetzigen Litterern etabliert werden und das geschieht durch Sensibilisierungskampagnen und nicht durch unfaire Finanzierungsprojekte. Der Berner Gemeinderat täte gut daran, die kürzlich publizierte, absolut lesenswerte Studie „Littering in der Schweiz“ zu lesen. Diese kommt zwingend, klar nachvollziehbar und zu positiven Taten motivierend zum Schluss, dass „die Littering-Gebühr als Sekundärverursachergebühr die Littering-Problematik verschärft und damit die im Schweizer Durchschnitt noch bestehende Norm des Nicht-Litterns gefährdet. Die Gebühr verstärkt die Grundproblematik, nämlich dass auf Kosten der Allgemeinheit vermehrt gelittert wird, da der litternde Konsumierende aus der Verantwortung genommen wird.
Bieler Tagblatt, 27. Juni 2014



Eine nationale Stopp-Littering-Kampagne ist überfällig
Littering ist ein gesellschaftliches Problem, Ausdruck einer zunehmenden Rücksichtslosigkeit der Umwelt gegenüber. Die Ursachen sind im zunehmenden Wertezerfall zu suchen und in der Tatsache, dass wir in einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft leben, deren einzelne Individuen verlernt haben, Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen und in der die negativen Auswirkungen des ungehinderten Konsums der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Dieser Entwicklung gilt es Einhalt zu gebieten.
Was Not tut ist eine nationale Stopp-Littering-Kampagne, die sich an die ganze Bevölkerung richtet und die folgenden vier Bereiche abdeckt: 1) Prävention, 2) Sensibilisierung/Aufruf zur Verhaltensänderung, 3) Schadensminderung, 4) Repression.
Berner Zeitung, 28. Oktober 2013



Ich habe einen Traum - Umzug Tanz dich frei
Ich habe einen Traum, dass die Teilnehmer der für den 25. Mai 2013 geplanten Tanzveranstaltung Ihren Abfall dieses Mal mit nach Hause nehmen und dort korrekt entsorgen, sodass nicht wie letztes Jahr wiederum 20 Tonnen Abfall nach der Veranstaltung liegenbleiben.
Ich habe einen Traum, dass jeder Mensch sich wieder bewusst wird, dass er mit rücksichtsvollem Handeln gegenüber der Umwelt zu einem lebenswerten Miteinander beiträgt.
Ich habe einen Traum, dass wir eines Tages in einer Nation leben werden, in der jeder Mensch wieder bereit ist, seinen Teil der Verantwortung zu tragen.
Ich habe einen Traum, dass rücksichtloser Konsum zulasten der Umwelt zunehmend einem verantwortungsvollen Handeln weicht.
Ich habe heute einen Traum.
Der Bund, 17. Mai 2013



Seinen Abfall mit nach Hause nehmen
Ein herzliches Dankeschön der SBB, dass sie sich des Littering-Problems annimmt. Ihr Effort ist ein Anfang. Doch schlussendlich gibt es nur eines: seinen Abfall mit nach Hause nehmen und dort korrekt entsorgen … oder sind wir alle Hühner, die ihren Dreck überall liegenlassen? Wenn man Platz für sein Handy, seine Schminkutensilien u.a. hat, hat man auch Platz in seiner Tasche, um seine PET-Flaschen und Aludosen, allen selbstverursachten Abfall mit nach Hause zu nehmen und dort korrekt zu entsorgen. Ich nehme schon seit Jahren – ausser während den Ferien – keine öffentlichen Abfalleimer mehr in Anspruch, sondern entsorge meinen selbst produzierten Abfall zuhause. Es tut weh zu sehen, wie unsere Umwelt, Stadt und Land, rücksichtslos zugemüllt wird von Menschen, für die Selbstverantwortung ein Fremdwort geworden ist und grenzenloser Konsum auf Kosten der Umwelt ihren Lebensinhalt darstellt.
Bieler Tagblatt, 24. Oktober 2012



Bio als Alibi für grenzenlosen Konsum
Für mich ist das Wort Bio zu einem Unwort verkommen. Es stellt für zu viele Konsumenten ein willkommenes Alibi dar, sich umweltbewusst zu geben und gleichzeitig weiterhin grenzenlosen Konsum zu leben, z.B. indem man im Februar Bio-Erdbeeren aus Israel kauft. Für mich sind die zwei wichtigsten Kriterien für umweltbewusstes Einkaufen: REGIONAL und SAISONAL. Dabei ist es absolut zweitrangig, ob diese Produkte das Wort bio tragen. Ich kaufe lieber im Juni vom Erdbeerfeld im nächsten Dorf Erdbeeren aus IP-Produktion. Eigentlich müssten alle Produkte, die verkauft werden, ein Umweltlabel tragen, dass nach den drei Kriterien regional, saisonal und Produktionsart (z.B. bio) vergeben wird. Wetten, dass mindestens die Hälfte der jetzigen Bio-Produkte aus dem Bio-Sortiment kippen würde!
26. April 2010



Kampf den Zigarettenstummeln
Warum nicht wieder vermehrt Eigenverantwortung übernehmen und seine Zigarettenstummel zuhause selber fachgerecht entsorgen, nachdem man sie den Tag hindurch in einem eigenen, kleinen, handlichen Zigarettenstummelbehälter deponiert hat (was auch für alle anderen Strassenabfälle gelten sollte). Das freut den Steuerzahlenden, der nicht luxuriöse Zigarettenstummelbehälter (und andere Abfallbehälter) mitfinanzieren muss und sich an einem freundlichen Umfeld erfreuen kann. Rücksicht auf die Natur und die Tierwelt nehmen, heisst, seinen Strassenabfall zuhause fachgerecht entsorgen. Übrigens ist dieses Problem der Zigarettenstummel am Boden nicht neu: kommen Sie mal nach Bern und sehen Sie sich z.B. die Bushaltestellen an. Trotz auch dort seit langem montierten, ebenfalls luxuriösen Zigarettenstummelbehältern ist auch hier der Boden übersät von Zigarettenstummeln. Also: Hände weg von dieser kostspieligen Anschaffung und zurück zu mehr Eigenverantwortung. Herzlichen Dank!
13. Juli 2009