Integre Menschen braucht das Land

Wenn man die massgebende politische Landschaft, die tonangebenden Medien in der Schweiz von heute betrachtet, kann man feststellen, dass die «Fortschrittlichen», die an die Allmacht der Wirtschaft und Wissenschaft, an das grenzenlose Wachstum glauben, die den Menschen als HOMO DEUS sehen und die Natur als Mittel zum Zweck, aller Voraussicht nach den Sieg davontragen werden.

Die «Bewahrenden», die ihre Kraft und ihren Lebenssinn aus der Natur schöpfen, die in überschaubaren Strukturen ihre Heimat finden, die die von der Natur auferlegten Grenzen anerkennen, haben in der Schweiz keine vom herrschenden Mainstream anerkannte Lobby mehr. Die politischen regulativen Kräfte zugunsten der Natur, zugunsten der Menschen in Form der Sozialdemokratischen Partei und der Grünen Partei haben durch ihren Internationalismus, ihr Einstehen für den Abbau jeglicher Schranken, durch eine reine Forderungsmentalität die «Bewahrenden» im Stich gelassen und sich den «Fortschrittlichen» angeschlossen. Vom herrschenden Mainstream abweichende Meinungen der «Bewahrenden» werden als nicht gesellschaftskonform abgetan.

Die Schweizer Bevölkerung setzt sich zunehmend aus Menschen zusammen, die keine vom herrschenden Mainstream abweichenden Werte mehr haben (dürfen), und das ihnen von der Wirtschaft auferlegte Schicksal akzeptieren, im grenzenlosen Konsum ihr Lebensglück zu suchen; die genormt werden und genormt sind von einer globalen Wirtschaft, die Konsum über alles stellt. Bereits die Jugend als grösste Manipulationsmasse, die es gibt, wird frühzeitig dazu getrimmt, bei diesem Konsumwahn mitzumachen, ihr Denken durch das allgegenwärtige Smartphone vorgeben zu lassen. Die Menschen ordnen sich dem akzeptierten Mainstream unter, um nicht Gefahr zu laufen, als Isolationist, Rassist, Nationalist, Nazi, Abschotter, Verschwörungstheoretiker, als populistisch, intolerant, polemisch, bildungsfern von den «Weltoffenen» an die Wand gestellt zu werden.

Der «Einsatz» dieser konditionierten Bio-Roboter für die Natur beschränkt sich dann auch auf das Ja-Sagen zur Energiestrategie 2050 und den Besuch von Klimademonstrationen und Klimakonferenzen. Konkretes Handeln ist nirgends auszumachen. Die herrschende Anspruchsmentalität delegiert zunehmend alle Aufgaben an den Staat und sieht die Lösung im Aufstellen weiterer Gesetze und Regulatorien. Durch neue Technologien meinen sie, ihren Fussabdruck bei gleichbleibendem Konsum ohne eigenen Verzicht verringern zu können; durch den Besitz eines E-Bikes ihre Zugehörigkeit zu den Naturschützern zu belegen und ihren Teil für eine ökologischere Welt beigetragen zu haben. Persönliche Integrität, das heisst die Übereinstimmung ihrer Forderungen mit ihrem konkreten Handeln, fehlt bei den von den Medien und dem herrschenden Mainstream gefeierten Klimaaktivisten weitgehend.

Glaubwürdiger Umweltschutz fängt damit an, den Sündenbock in sich selbst zu suchen. Daraus leitet sich die klare Verantwortung jedes Einzelnen gegenüber der Natur ab. Dem wichtigsten Wort, dem sich ein Klimaschützer, ein Naturschützer in seinen Taten für die Natur verschreiben muss, ist das Wort VERZICHT, flankiert von den Worten NACHHALTIGKEIT, QUALITÄT und ENTSCHLEUNIGUNG. Von einer reinen Forderungsmentalität muss er zu einer konkreten Handlungsmentalität wechseln, die Natur und Klima einen direkten Gewinn bringt. Seine Haltung gegenüber der Natur und seiner Umwelt, seinem Umfeld muss von ACHTUNG, RÜCKSICHT, DEMUT und BESCHEIDENHEIT geprägt sein, alles Eigenschaften, deren Ablaufdatum in der heutigen wertefreien Welt leider längst überschritten ist.

ZUM BEISPIEL


Ein integrer Mensch, der sich für die Natur und das Klima einsetzt:

geht als Freiwilliger in seiner Freizeit mithelfen, invasive Neophyten, eine der grössten Bedrohungen für die Biodiversität (gemäss pro natura), in Naturschutzgebieten, in Wäldern, an Strassenrändern usw. auszureissen, anstatt an Klimademonstrationen andere als Sündenböcke anzuprangern;
verzichtet auf das neueste Smartphone oder verzichtet überhaupt auf ein mobiles Telefon, einer der grössten Klimakiller;
nimmt seinen Abfall von unterwegs mit nach Hause und entsorgt ihn dort fachgerecht;
hilft in seiner Freizeit ehrenamtlich, Abfall an Strassenrändern einzusammeln anstatt ein Open Air zu besuchen und dort seinen Abfall liegenzulassen;
braucht weiterhin sein altes Velo anstatt sich das neueste E-Bike anzuschaffen;
kauft regional und saisonal ein und ist bereit, naturunterstützende Preise dafür zu bezahlen;
verzichtet auf billige Wegwerfprodukte;
verzichtet auf unnütze bzw. längere Fahrten mit dem Auto;
fliegt möglichst nicht, und wenn er fliegt, dann sicher nicht mit einer Billigfluglinie;
verzichtet auf ein kostspieliges Tattoo und spendet das dabei gesparte Geld stattdessen der Vogelwarte Sempach;
setzt beim Kauf von Produkten auf nachhaltige Qualität;
kennt die «Geiz-ist-Geil»-Mentalität nur vom Hörensagen;
denkt selber und lässt sich nicht vom anerkannten Mainstream manipulieren;
bleibt öfters mal zuhause und entdeckt die Schönheiten der Umgebung zu Fuss;
usw.